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Bericht der RP-Online Redaktion

RuFV Hilden: Volti-Kreismeister 2010

erstellt am: 12.05.2010
URL: http://www.rp-online.de/duesseldorf/mettmann/sport/Harmonie-auf-dem-Pferderuecken_aid_856199.html

Reitsport

Harmonie auf dem Pferderücken
VON DOMINIQUE SCHROLLER - zuletzt aktualisiert: 12.05.2010

(RP) Die Mannschaft des RuFV Hilden unterstreicht bei der Kreismeisterschaft in Mettmann mit dem Titelgewinn die gute Jugendarbeit des Vereins. Stolz sind die Voltigiererinnen aber auch auf die souveräne Leistung der Holsteinerstute Colleen.

Die Gesichter der kleinen Sportler strahlten, als sie bei der Siegerehrung die grün-weiße Meisterschärpe umgelegt bekamen. Mit der goldenen Schleife am Trikot führten die Voltigierer des Reit- und Fahrvereins Hilden die Ehrenrunde an. Denn sie überzeugten die Richter bei den Kreismeisterschaften auf der Reitanlage Löckenhoff in Mettmann in Kür und Pflicht, in der Einzel- und Teamkonkurrenz.

Der Gewinn des großen goldenen Pokals, der nun auf der Vereinsanlage seinen Platz findet, war für Abteilungsleiterin und Trainerin Barbara Schulz keine Überraschung. Sie schickte ihre Sportlerinnen als Favoriten in die Prüfung. "Wir haben mit rund 80 Kindern und Jugendlichen die stärkste Voltigierabteilung im gesamten Kreisgebiet. Die Förderung des Leistungssports steht bei uns im Vordergrund." Bereits in der Pflichtübung auf dem Rücken des galoppierenden Pferdes, sammelte ihre Mannschaft mit präzisen Übungen Punkte. Bei der Kür im Schritt bauten die Turner zwischen neun und 13 Jahren durch eine harmonische Vorstellung ihre Führung aus. "Da kommt es auf Balance und Rhythmusgefühl im Zusammenspiel mit dem Pferd, Körperspannung und Koordination an", erklärte Schulz die Bewertungskriterien. Die Trainerin lobte auch ausdrücklich die achtjährige Holsteinerstute Colleen, die ihren Teil zum Sieg beitrug. "Sie ist ganz gehorsam gelaufen und hat sich nicht einmal erschreckt."

Das harmonische Zusammenspiel mit dem Pferd spielte für Veronique Völlmecke ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die 15-Jährige, die sonst im S-Team des Vereins turnt, war diesmal als Einzelstarterin gefordert. Ihr Auftritt war für die Meisterschaft mitentscheidend. "Für mich war es eine Herausforderung in der Kürze der Zeit von der Gruppe auf Einzel umzuschalten, doch ich habe mich bemüht, den Druck nicht zu nah an mich heranzulassen und mit Ruhe mein Programm zu absolvieren." Völlmecke konnte die geforderten Elemente präzise abrufen und so den Sieg für den Verein sichern. Für Pia-Marie Adam war es der erste Titel. "Das ist ein sehr gutes Gefühl", sagte die Zehnjährige strahlend. Sie war besonders stolz, dass ihre Standfahne gelang, als es darauf ankam. "Bisher war es immer mein Problem, dass ich das Bein nicht richtig gestreckt habe." Sie träumt davon, in ihrem Sport einmal groß rauszukommen.

Teamkollegin Luisa Sophie Wolters hat sich ein realistischeres Ziel gesteckt. "Ich möchte mal bei einem Fünf-Länder-Vergleichswettkampf dabei sein. Das ist so etwas wie die Deutsche Meisterschaft für die zweite Leistungsklasse", berichtet die Zehnjährige. Obwohl sie erst seit drei Jahren voltigiert, sammelte sie schon viel Turniererfahrung und war vor ihrem Start bei der Kreismeisterschaft nicht nervös. "Das ist schon Routine. Wir sind ja eine Mannschaft, wo sich jeder auf den anderen verlassen kann", sagte die kleine Sportlerin und strahlte mit ihrer Meisterschärpe auf der Schulter und der goldenen Siegerschleife in der Hand.

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Das Voltigieren

Beim Turnen auf dem Pferderücken steht die Harmonie zwischen Mensch und Tier im Mittelpunkt. Die Turner müssen sich nicht nur aufeinander, sondern auch auf das Pferd und die Longenführerin verlassen können. Sie dirigiert mit Peitsche und Stimme jede Bewegung des Vierbeiners, die möglichst gleichmäßig sein soll, damit die Voltigierer bei den akrobatischen Übungen nicht aus dem Rhythmus kommen.

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